Quanzhou: Drei Tage im Zeichen der industriellen Transformation

Bekleidungsproduktion in Quanzhou

China Industry Deep Dive ist die von Sino-Cooperation entwickelte Marke für Industrie- und Fachreisen und eine Plattform für die Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Industrieakteure. Das Kernteam unter der Leitung von Wei Zhang und Yijun Yu verbindet das Netzwerk und die operative Infrastruktur in China mit der Branchenexpertise erfahrener Partner in Deutschland und China.

Quanzhou: Verstehen, wie Chinas traditionelle Fertigungsindustrie den Weg zu intelligenter Produktion und globalen Marken geht

Diese Delegationsreise vermittelt, wie Quanzhou privatwirtschaftliche Unternehmen, spezialisierte Lieferketten, intelligente Produktionstechnik, die Entwicklung neuer Materialien und Markenführung miteinander verbindet – und damit die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie zu höherer Wertschöpfung führt.

Zentrale Stärke: Ein umfassendes industrielles Ökosystem durch spezialisierte Arbeitsteilung

Quanzhou liegt an Chinas Südostküste und bietet einen besonders aufschlussreichen Einblick in die privatwirtschaftliche Fertigungsindustrie und die Entwicklung industrieller Cluster.

Die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie mit ihren Zentren in Jinjiang und Shishi deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: von Stoffen, Färberei und Textilveredelung über Schuhmaterialien, Zubehör und Produktionsanlagen bis hin zur Fertigung und zum Handel. Die hohe räumliche Dichte von Markenunternehmen, spezialisierten Fertigungsbetrieben und Zulieferern ermöglicht eine enge Zusammenarbeit bei Produktentwicklung, Bemusterung, Produktion und Lieferung.

Für die Teilnehmenden steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: Wie kann ein Unternehmen durch das regionale Industrienetzwerk Fertigungs- und Innovationskapazitäten erschließen, die weit über seine eigene Größe hinausgehen?

Modernisierung der Fertigung: Automatisierte Anlagen zu einem leistungsfähigen Produktionssystem verbinden

Unternehmen wie LILANZ und SEVEN haben automatisierten Zuschnitt, intelligente Hängefördersysteme, Produktionsdatenmanagement und automatisierte Logistik in ihre Fertigung integriert. Diese Beispiele zeigen konkret, wie traditionelle Bekleidungs- und Schuhunternehmen bestehende Fabriken schrittweise modernisieren und dabei Materialfluss, Produktionsorganisation und Lieferleistung verbessern.

Die Reise geht den entscheidenden Fragen nach: Welche Arbeitsschritte eignen sich bereits für die Automatisierung? Welche bleiben auf menschliche Erfahrung angewiesen? Und wie beurteilen Unternehmen angesichts unterschiedlicher Materialien, Modelle und Auftragsgrößen, ob sich eine Investition lohnt?

Höhere Wertschöpfung: Materialien, Forschung und Markenführung als gemeinsame Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit

Von ANTAs sportwissenschaftlicher Forschung bis zur gemeinsamen Entwicklung neuer Materialien durch Forschungsinstitute und lokale Unternehmen: Quanzhous Bekleidungs- und Schuhindustrie erweitert ihre Innovationsaktivitäten auf Materialeigenschaften, die Erforschung menschlicher Bewegung und funktionale Produkteigenschaften.

Damit bietet Quanzhou einen geeigneten Rahmen für die Frage: Wie kann eine etablierte Fertigungsindustrie durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung neue Wachstumspotenziale erschließen?

Die Reise konzentriert sich auf drei zentrale Fragen:

1. Warum konnte sich in Quanzhou ein so eng verzahntes Cluster der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie entwickeln?

2. Wie steigern traditionelle Fertigungsunternehmen durch Automatisierung und Digitalisierung ihre Effizienz und erfüllen zugleich die Anforderungen einer flexiblen Produktion?

3. Wie verbinden Unternehmen Materialinnovation, Produktentwicklung und Markenführung, um höhere Wertschöpfung zu erzielen und internationale Märkte zu erschließen?


Tag 1

Einblicke in die Fertigung: Wie traditionelle Fabriken digitaler und intelligenter werden

Vormittag | LILANZ

Vom Zuschnitt zum fertigen Kleidungsstück: Die Neuorganisation der Bekleidungsproduktion verstehen

LILANZ gehört zu den prägenden Herrenmodemarken aus Quanzhou. Die intelligente Fertigung des Unternehmens bietet ein konkretes Beispiel für die Modernisierung der Bekleidungsproduktion.

Öffentlich zugängliche Berichte beschreiben den Einsatz von automatisiertem Zuschnitt, geschossübergreifenden intelligenten Hängefördersystemen und digitalem Produktionsmanagement. Zuschnitte und Halbfertigprodukte werden zwischen den einzelnen Arbeitsschritten transportiert, Fertigungsaufträge den entsprechenden Arbeitsstationen zugewiesen und Produktionsfortschritte anhand von Daten verfolgt.

Warum dieser Besuch?

Diese Station ermöglicht es, das Zusammenspiel von Anlagen, Prozessen, Personal und Daten aus Sicht der Produktionsverantwortlichen zu verstehen.

Eine höhere Fabrikeffizienz entsteht nicht nur durch leistungsfähigere Anlagen, sondern auch durch weniger Wartezeiten, Transporte, Fehlzuordnungen und Nacharbeit.

Gesprächsschwerpunkte

  • Wie entscheidet das Unternehmen, welche Produktionsschritte zuerst modernisiert werden?
  • Wie wird die Produktionsorganisation an unterschiedliche Modelle und Auftragsgrößen angepasst?
  • Wie werden die Auswirkungen auf Lieferzeiten, Qualität und Personaleinsatz bewertet?
  • Welche Erfahrungen lassen sich auf kleinere Zulieferer übertragen?

Ansatzpunkte für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Diskussion konkreter Einsatzbedingungen und der Wirtschaftlichkeit von Investitionen in die Handhabung biegeschlaffer Materialien, Inline-Qualitätsprüfung, Produktionsplanung und die Modernisierung bestehender Fertigungslinien.


Nachmittag | SEVEN – 柒牌

Von der Produktionsanlage zum Zusammenspiel der gesamten Fabrik: Wie intelligente Logistik flexible Fertigung unterstützt

Der SEVEN-Industriepark für chinesische Mode befindet sich in Yinglin, Jinjiang. Die Smart-Factory-Anwendungen des Unternehmens umfassen Produktion, Materialversorgung und Lagerhaltung.

Öffentlich dokumentierte Beispiele zeigen, wie fahrerlose Transportfahrzeuge den Materialtransport zwischen Lager und Fertigung übernehmen und dabei mit Aufzügen und Rolltoren verbunden sind. In der Produktion unterstützen Informationssysteme den Zuschnitt, die Zusammenstellung zusammengehöriger Teile und den Wechsel zwischen Modellen.

Warum dieser Besuch?

Während am Vormittag die Effizienz einzelner Prozesse und Arbeitsstationen im Mittelpunkt steht, richtet sich der Blick am Nachmittag auf das Zusammenspiel der gesamten Fabrik.

Die zentrale Frage lautet:

Wie werden Material, Anlagen und Personal zum richtigen Zeitpunkt aufeinander abgestimmt, wenn sich Produktionsaufgaben laufend verändern?

Gesprächsschwerpunkte

  • Wie wirkt sich eine hohe Produktvielfalt auf Materialversorgung und Produktionsplanung aus?
  • Wie lässt sich automatisierte Logistik in bestehende Gebäude und Managementsysteme integrieren?
  • Wie reagiert das Unternehmen auf Materialengpässe, kurzfristig eingeschobene Aufträge oder Anlagenstörungen?
  • Wie wird der Beitrag der Logistikmodernisierung zur gesamten Lieferleistung gemessen?

Ansatzpunkte für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Erfahrungsaustausch über mobile Robotik, Lagerverwaltung, Systemintegration und die dynamische Anpassung der Ablaufplanung bei Störungen in komplexen Fertigungsumgebungen.


Tag 2

Produkte und Materialien im Fokus: Wie neue technologische Wertschöpfung in der Bekleidungs- und Schuhindustrie entsteht

Vormittag | ANTA

Von der Fertigungskompetenz zur Produktentwicklung: Den Wachstumspfad chinesischer Sportmarken verstehen

ANTA ist ein anschauliches Beispiel für Markenaufbau und Internationalisierung von Unternehmen aus Quanzhou.

Das Unternehmensmuseum in Jinjiang und die sportwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen vermitteln, wie sportliche Anforderungen in Produktdesign übersetzt werden und wie Tests und Materialentwicklung die Produktleistung kontinuierlich verbessern. Öffentliche Berichte beschreiben unter anderem die Erforschung von Fußformen sowie die Erfassung und Nutzung von Daten zu Dämpfung, Bodenhaftung und Beweglichkeit.

Warum dieser Besuch?

Mit ANTA verschiebt sich der Fokus von der Frage „Wie wird produziert?“ zur Frage „Warum wird ein Produkt genau so entwickelt?“.

Im Mittelpunkt steht, wie Fertigungskompetenz, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie das Verständnis der Nutzerbedürfnisse gemeinsam Markenwert schaffen.

Vorgeschlagene Besuchsinhalte

  • Unternehmensmuseum und Entwicklungsgeschichte der Marke;
  • Präsentation innovativer Sportschuhe, Sportbekleidung und Materialien;
  • nach vorheriger Vereinbarung zugängliche sportwissenschaftliche Testeinrichtungen;
  • Austausch über die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsteams und Lieferkette.

Gesprächsschwerpunkte

  • Wie fließen die Anforderungen von Sportlern und Verbrauchern in die Produktentwicklung ein?
  • Wie werden Materialeigenschaften, Produktkonstruktion und Tragekomfort im Zusammenspiel geprüft?
  • Welche Herausforderungen sind auf dem Weg vom Labor zur Serienproduktion zu lösen?
  • Wie beeinflusst die Internationalisierung die Organisation der Forschung und Entwicklung sowie die Auswahl von Zulieferern?

Ansatzpunkte für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Identifizierung konkreter Kooperationsthemen in den Bereichen Sportbiomechanik, Prüftechnik, Funktionsmaterialien, Produktsimulation und gemeinsame Forschung und Entwicklung.


Nachmittag | Fujian Haixia Graphene Industry Technology Research Institute

Vom Labor in die Fertigung: Wie neue Materialien Eingang in traditionelle Industrien finden

Das Fujian Haixia Graphene Industry Technology Research Institute zählt zu den wichtigen Plattformen für den Aufbau der neuen Werkstoffindustrie in Jinjiang.

Das Institut forscht unter anderem an neuen Materialien für Bekleidung und Schuhe und arbeitet dabei mit Industrieunternehmen zusammen. Gemeinsam mit lokalen Unternehmen wurden bereits Membranmaterialien für Bekleidungs- und Schuhanwendungen entwickelt und in die Serienproduktion überführt.

Warum dieser Besuch?

Diese Station stellt einen weiteren Akteur im Innovationssystem von Quanzhou vor: eine industrielle Technologieplattform, die wissenschaftliche Kompetenzen mit konkreten Anforderungen der Fertigung verbindet.

Damit neue Materialien kommerziell eingesetzt werden können, müssen mehrere Fragen gleichzeitig beantwortet werden:

  • Sind ihre Eigenschaften stabil und reproduzierbar?
  • Lassen sie sich in bestehende Fertigungsprozesse integrieren?
  • Sind die Kosten einer Serienfertigung wirtschaftlich tragfähig?
  • Wird der zusätzliche Produktnutzen von den Kunden anerkannt?

Vorgeschlagene Besuchsinhalte

  • Forschungsergebnisse und Anwendungsbeispiele neuer Materialien;
  • nach vorheriger Vereinbarung zugängliche Forschungs- und Pilotanlagen;
  • Beispiele gemeinsamer Entwicklungen mit lokalen Unternehmen;
  • Vorgehensweisen von der Mustervalidierung bis zur Industrialisierung.

Gesprächsschwerpunkte

  • Wie formulieren Unternehmen technische Anforderungen, die sich für Forschungs- und Entwicklungsprojekte eignen?
  • Wie werden Laborkennwerte in Abnahmekriterien für die Fertigung übersetzt?
  • Wie werden Beiträge, geistiges Eigentum und die Nutzung der Ergebnisse in gemeinsamen Entwicklungsprojekten geregelt?
  • Wie lassen sich Validierungszyklen mithilfe der lokalen Wertschöpfungskette verkürzen?

Ansatzpunkte für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Diskussion bedarfsorientierter Kooperationen zu funktionalen Membranmaterialien, Verbundwerkstoffen, Prüfung und Bewertung sowie gemeinsamen Pilotversuchen.


Tag 3

Von Nischenmärkten zur Zusammenarbeit: Wie Innovation Geschäftsmöglichkeiten eröffnet

Vormittag | HOTSUIT – 后秀

Von einem konkreten Nischenbedarf zur Differenzierung durch Funktionsbekleidung

HOTSUIT ist eine Sportbekleidungsmarke des in Shishi ansässigen Unternehmens Junchi Technology. Die Marke erschließt den Markt unter anderem mit sogenannten Sweat Suits, die das Schwitzen beim Training verstärken sollen. Das Unternehmen verfügt über Labore für Materialien, Schnittentwicklung und die Überprüfung funktionaler Eigenschaften. Seine internationale Expansion erfolgt unter anderem über grenzüberschreitenden E-Commerce und Einkäufer im Ausland.

Warum dieser Besuch?

Nach den Einblicken in großmaßstäbliche Fertigung, markengetriebene Produktentwicklung und Forschungsplattformen richtet sich der Blick auf einen stärker fokussierten Geschäftsansatz:

Wie organisiert ein Unternehmen Materialien, Passform, Produktvalidierung und Vertriebskanäle rund um einen klar definierten Anwendungsfall?

Für deutsche kleine und mittlere Unternehmen bietet dieser Besuch konkrete Anhaltspunkte, um Innovationen in chinesischen Nischenmärkten besser zu verstehen.

Gesprächsschwerpunkte

  • Wie erkennt das Unternehmen Nischenbedürfnisse, in die sich langfristige Investitionen lohnen?
  • Wie werden Leistungsfähigkeit, Haltbarkeit und Anwendungssicherheit funktionaler Produkte geprüft?
  • Wie werden Nutzerrückmeldungen in Material- und Designverbesserungen übersetzt?
  • Welche Anpassungen an Produkten und Vertriebskanälen sind beim Eintritt in internationale Märkte erforderlich?

Ansatzpunkte für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Diskussion kleiner, zunächst auf Mustervalidierung ausgerichteter Kooperationen in den Bereichen funktionale Textilmaterialien, Produktprüfung, nachhaltiges Design und europäische Vertriebskanäle.


Nachmittag | Deutsch-Chinesisches Textil- und Schuhsymposium & Matchmaking

Vom Branchenverständnis zur konkreten Zusammenarbeit

Nach drei Tagen Austausch sollten die Teilnehmenden fundierter beurteilen können:

  • Welche Produktionsfragen verdienen eine vertiefte Untersuchung?
  • Welche Unternehmen eignen sich für gemeinsame Entwicklungsprojekte?
  • Bei welchen Materialien, Anlagen oder Softwarelösungen bestehen Kooperationsmöglichkeiten?
  • Welche Marktbedürfnisse können beide Seiten gemeinsam bedienen?

Abgestimmt auf das Profil der Delegation organisieren wir deshalb in Jinjiang oder Shishi ein maßgeschneidertes Fachsymposium im geschlossenen Kreis mit vorbereitetem 1:1-Matchmaking. Konkrete Teilnehmer und Termine werden vorab bestätigt:

Deutsch-Chinesisches Innovationssymposium für Textilien, Bekleidung und Schuhe
Fachdialog zu Innovation und industrieller Zusammenarbeit

Empfohlen wird eine Dauer von rund drei Stunden. Fachbeiträge, Roundtable und Einzelgespräche knüpfen an die vorangegangenen Besuche und die konkreten Interessen beider Seiten an.

Teil 1 | Industry Insights: Einblicke in Industrie und Praxis

Empfohlene Dauer: 45 Minuten

Unternehmen aus Quanzhou berichten über:

  • den Beitrag spezialisierter Lieferketten zur Produktentwicklung und schnellen Lieferung;
  • besonders wirksame Digitalisierungsinvestitionen und Erfahrungen bei der Umsetzung;
  • die Überführung von Materialentwicklung in zusätzlichen Produktnutzen und höhere Wertschöpfung.

Beiträge deutscher Unternehmen | Inhalte noch festzulegen

Die Themen werden auf die endgültige Zusammensetzung und die wichtigsten Anliegen der Delegation zugeschnitten. Mögliche Schwerpunkte sind:

  • flexible Fertigung und Integration von Automatisierungslösungen;
  • Energieeffizienz in Färberei und Textilveredelung, Wärmemanagement und Wasserkreislaufführung;
  • funktionale Materialien und Produktprüfung;
  • Anforderungen des europäischen Marktes und Kriterien für die Lieferantenauswahl.

Teil 2 | Roundtable: Konkrete Herausforderungen im Mittelpunkt

Empfohlene Dauer: 45 Minuten

Je nach Themenstellung werden Bekleidungs- und Schuhunternehmen, Materiallieferanten, Anlagen- und Softwareanbieter, Forschungseinrichtungen sowie Dienstleister für Energieeffizienz eingeladen.

Diskussionsschwerpunkte:

  • Welche Prozesse benötigen besonders dringend Verbesserungen, und wo stoßen bestehende Lösungen an ihre Grenzen?
  • Welche Qualitäts-, Effizienz- und Kostenanforderungen müssen neue Technologien erfüllen?
  • Können beide Seiten Muster, Testumgebungen und technische Ansprechpartner bereitstellen?
  • Wie lässt sich ein klar abgegrenztes Pilotprojekt mit messbaren Ergebnissen gestalten?

Teil 3 | 1:1-Matchmaking: Vorab abgestimmte Einzelgespräche

Empfohlene Dauer: 75 Minuten

Im Vorfeld werden die technologischen Kompetenzen, Beschaffungsbedarfe und Kooperationsinteressen der deutschen Unternehmen sowie die konkreten Herausforderungen der chinesischen Unternehmen erfasst. Darauf aufbauend werden passende Gesprächspartner zusammengebracht.

Beispiele:

  • Automatisierungsanbieter treffen auf Fabriken mit Bedarf an Lösungen für die Handhabung biegeschlaffer Materialien;
  • Anbieter von Energieeffizienztechnologien treffen auf Färberei- und Veredelungsbetriebe oder Industrieparks;
  • Materialunternehmen treffen auf Forschungs- und Entwicklungsteams von Markenunternehmen sowie auf Teams für die Stoffentwicklung;
  • Prüfinstitute treffen auf Hersteller funktionaler Bekleidung und Schuhe;
  • deutsche Markenunternehmen oder Vertriebspartner treffen auf Zulieferer mit passenden Entwicklungskompetenzen.

Teil 4 | Next Steps: Die nächsten Schritte vereinbaren

Empfohlene Dauer: 15 Minuten

Für Vorhaben mit beiderseitigem Interesse an einer Fortsetzung werden festgehalten:

  • die zu lösende Fragestellung;
  • noch benötigte Unterlagen oder Muster;
  • die zuständigen Ansprechpartner;
  • der nächste technische Austausch oder die geplanten Tests.

Anpassung der Route an die Interessen Ihrer Delegation

Dieses Programm ist eine beispielhafte Route durch das Textil-, Bekleidungs- und Schuhökosystem von Quanzhou. Der rote Faden lautet:

Modernisierung der Fertigung → Produkt- und Materialinnovation → Nischenmärkte → Kooperationsanbahnung.

Liegt der Schwerpunkt auf Energieeffizienz und umweltgerechter Produktion, kann eine Station durch einen Besuch bei einem Färberei- und Veredelungsbetrieb oder in einem entsprechenden Industriepark ersetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dann Dampfversorgung, Abwärmenutzung, Wasserressourcen und Prozessregelung.

Bei einem stärkeren Interesse an Lieferketten und Beschaffung können Gespräche mit Stoff-, Zubehör- und Schuhmateriallieferanten oder Besuche spezialisierter Handelsmärkte ergänzt werden. Dabei geht es insbesondere um Bemusterung, Qualitätsmanagement, Lieferfähigkeit und Rückverfolgbarkeit.

Stehen Robotik und Automatisierung im Vordergrund, können gemeinsame Gespräche mit Anlagenlieferanten und Anwenderunternehmen organisiert werden. Anhand konkreter Arbeitsschritte wie Greifen, Zuführen, Nähen, Prüfen und Verpacken werden die jeweiligen Einsatzbedingungen diskutiert.

Sino-Cooperation kann gemeinsam mit lokalen Partnern geeignete Gesprächspartner auswählen und die Teilnahme von Verantwortlichen aus Unternehmensleitung, Produktion, Forschung und Entwicklung oder Technik im Vorfeld koordinieren.

Die endgültige Auswahl der Unternehmen, die Zugänglichkeit von Produktionsbereichen und Laboren, die Gesprächspartner sowie die Reihenfolge der Besuche richten sich nach den Interessen der Delegation und den bestätigten Empfangsmöglichkeiten. Jede Station wird anhand konkreter Fragen gestaltet, damit die Teilnehmenden Erkenntnisse für unternehmerische Entscheidungen und die weitere Zusammenarbeit mitnehmen.


Vorbereitung und Zusammenarbeit über die Reise hinaus

Fachliche Vorbereitung auf beiden Seiten

Vor der Abreise klären wir Ihre strategischen und technischen Fragen und briefen die gastgebenden Unternehmen ausführlich. Wir stellen sicher, dass Ihnen Geschäftsverantwortliche oder Mitglieder der Unternehmensführung mit technischem Hintergrund gegenübersitzen; je nach Thema werden Verantwortliche aus Produktion, Qualität und Entwicklung einbezogen. Die konkreten Personen und zugänglichen Bereiche werden vorab bestätigt.

Geschlossenes Fachsymposium und gezielte Einzelgespräche

Das Fachsymposium im geschlossenen Kreis und das vorbereitete 1:1-Matchmaking verbinden die Besuche mit konkreten Kooperationsfragen. Potenzielle Partner werden anhand Ihrer Anforderungen ausgewählt; Branchenverbände, Investoren und Forschende ergänzen den Austausch um weitere Perspektiven. Teilnehmer und Termine werden im Rahmen der Programmplanung bestätigt.

Lokale Unterstützung und Ihr China-Radar

Unsere Arbeit endet nicht am Flughafen. Das Team vor Ort unterstützt die weitere technische und geschäftliche Abstimmung und treibt aussichtsreiche Kooperationsansätze und Projekte mit Ihnen voran. Ein auf Sie zugeschnittenes monatliches Executive Briefing hält Sie über relevante Branchensegmente, Technologietrends und Kooperationsmöglichkeiten auf dem Laufenden. Aufgaben, Verantwortlichkeiten und thematische Schwerpunkte werden im Projekt festgelegt. Geschäftsabschlüsse bleiben Entscheidungen der beteiligten Unternehmen; sie werden nicht garantiert.

Die Mechanik des Clusters wird in der Produktion sichtbar.

Das bereitgestellte Projektmaterial zeigt die Beobachtungsebenen: Produktionsfluss, Intralogistik sowie die Verbindung von Forschung, Material und Produkt. Konkrete Gastgeber werden separat bestätigt.

Produktionshalle mit textilem Hängetransportsystem in Quanzhou
Produktionsfluss und Variantensteuerung in einer bestehenden Bekleidungsfertigung.
Fahrerlose Transportfahrzeuge in einer Textilproduktion
Materialfluss als Prüffeld: Wo reduziert Automatisierung Wege und Umlaufbestand?
Biomechanischer Lauftest in einem Sportwissenschaftslabor
Prüfung und Nutzerforschung verbinden Material, Produktentwicklung und Anwendung.

Die genannten Unternehmen und Einrichtungen veranschaulichen die mögliche Route. Konkrete Gastgeber, Gesprächspartner und zugängliche Bereiche werden nach Teilnehmerprofil, Verfügbarkeit und Freigabe bestätigt.

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