Die Reise beginnt vor dem Abflug – und endet nicht am Flughafen.
Ein China Industry Deep Dive ist ein Arbeitsprozess in fünf Schritten. Die Route ist das Ergebnis des Scopings, nicht der Ausgangspunkt.
Fünf Schritte von der Frage zur Zusammenarbeit.
Jeder Schritt produziert eine konkrete Grundlage für den nächsten. So bleibt sichtbar, warum ein Termin Teil der Route ist und was danach damit geschehen soll.
01
Interessen verstehen
Wir sprechen mit dem Auftraggeber und – wo sinnvoll – mit den einzelnen Teilnehmerunternehmen. Im Mittelpunkt stehen nicht Wunschfirmen, sondern die Entscheidungen, Technologien und Kooperationsfragen, die nach der Reise klarer sein müssen.
02
Programm kuratieren
Aus der gemeinsamen Frage entsteht eine Auswahl von Städten, Unternehmenstypen, Experten, Verbänden und realen Anwendungsszenarien. Jeder Termin braucht einen erkennbaren Beitrag zum Lernziel. Bereits vor der Abreise erhalten die gastgebenden Unternehmen ein ausführliches technisches Briefing; wir stimmen fachliche Zuständigkeit und Entscheidungsebene ab.
03
Vor Ort verstehen
Reale Fertigung, Entwicklung und Betriebsdaten stehen im Mittelpunkt. Im fachlichen Dialog bewerten wir Technologiereife, Integration und ROI; rein vertriebsorientierte Besuche schließen wir aus.
04
Kontakte vertiefen
Ein Symposium oder gezielte 1-on-1-Gespräche bringen Teilnehmer mit passenden chinesischen Akteuren zusammen. Ihre Gesprächspartner sind Geschäftsverantwortliche oder Mitglieder der Unternehmensführung mit technischem Hintergrund. Verbände, Investoren und Forschende ergänzen den Blick auf das Ökosystem.
05
Nach der Reise weiterarbeiten
Wir unterstützen Sie vor Ort dabei, grenzüberschreitende Kommunikationshürden zu überwinden und Kooperationen sowie Projekte umzusetzen. Ein auf Sie zugeschnittenes monatliches Executive Briefing verfolgt die Entwicklungen Ihrer relevanten Branchensegmente.
Was uns unterscheidet.
1. Vor der Reise – Bedarf & Planung
+
Klassische Geschäftsreise
China Industry Deep Dive
Fokus auf Route, Logistik und möglichst viele Termine
Auswahl der Unternehmen nach vorgegebenen bzw. bekannten Namen
Standardisierte Vorbereitung ohne tiefgehende Bedarfsanalyse
Individuelle Bedarfsanalyse als Ausgangspunkt der Reise
Auswahl der Unternehmen passend zu den konkreten strategischen Zielen
Fachliche Vorbereitung und Briefing der chinesischen Gesprächspartner
2. Vor Ort – Unternehmen & Einblicke
+
Klassische Geschäftsreise
China Industry Deep Dive
Fokus auf Showrooms und Unternehmenspräsentationen
Häufig oberflächliche Einblicke in Produkte und Technologien
Schwerpunkt auf bekannten Großunternehmen
Einblicke in reale Produktion, Technologie und industrielle Anwendungen
Direkter Austausch mit technischen und geschäftlichen Entscheidern
Einbeziehung von spezialisierten KMU und relevanten Industrie-Ökosystemen
3. Vor Ort – Austausch & Kontakte
+
Klassische Geschäftsreise
China Industry Deep Dive
Formelles Networking und viele oberflächliche Kontakte
Gesprächspartner passen nicht immer zur strategischen Fragestellung
Einzelne Unternehmensbesuche bleiben häufig unverbunden
Gezieltes Matchmaking mit relevanten Entscheidern
Fachlicher Austausch auf Augenhöhe statt reiner Unternehmenspräsentationen
Verknüpfung von Unternehmen, Forschung, Verbänden und weiteren Akteuren
4. Nach der Reise – Umsetzung
+
Klassische Geschäftsreise
China Industry Deep Dive
Betreuung endet häufig mit der Rückkehr
Reisebericht und Visitenkarten bleiben als wichtigste Ergebnisse
Kontakte werden nicht systematisch weiterentwickelt
Begleitung bei der Umsetzung konkreter Geschäftskontakte und Projekte
Kontinuierliches Monitoring relevanter Entwicklungen in China + Monatliches, individuell zugeschnittenes Executive Briefing
Drei bis fünf priorisierte Technologie- oder Marktfragen
Gewünschte Kooperationsformen und bestehende China-Kontakte
Vom Erstgespräch zum belastbaren Programmentwurf.
Der Einstieg ist bewusst schlank. In zwei kurzen Gesprächen klären wir die Aufgabe, entwickeln einen ersten Vorschlag und stimmen die Route so weit ab, dass die konkreten Termine angefragt werden können.
01
Erstgespräch
Wir klären die Entscheidungsfrage, die Teilnehmer, bereits gesetzte Termine sowie die fachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
ca. 30 Minuten
02
Erster Programmentwurf
Sie erhalten einen auf Ihre Fragestellung zugeschnittenen Vorschlag für Regionen, Besuchsformate und fachlich passende Gesprächspartner.
in der Regel innerhalb von drei Werktagen
03
Abstimmung
Wir erläutern die Auswahl, priorisieren gemeinsam die wichtigsten Stationen und nehmen Ihre Änderungswünsche auf.
ca. 30 Minuten
04
Finalisierung
Wir schärfen Programm und Gesprächsziele und fragen passende Gastgeber an. Verbindliche Besuchstermine entstehen nach fachlicher Passungsprüfung und Bestätigung durch den jeweiligen Gastgeber.
nach gemeinsamer Abstimmung
Planen Sie möglichst sechs bis acht Wochen Vorlauf ein.
Als Richtwert empfehlen wir rund 45 Tage Vorlauf. Bei mehreren Städten, stark nachgefragten Gesprächspartnern oder nicht öffentlichen Besuchsformaten kann mehr Zeit erforderlich sein.
Für eine Reise Anfang November ist eine erste Anfrage bis Mitte September sinnvoll.
Feste Termine als Anker nutzen
Stehen eine Fachmesse, eine Konferenz oder bereits vereinbarte Besuche fest, bauen wir den Deep Dive darum herum. So verbinden wir Überblick mit gezielten Fachgesprächen und Einblicken in reale Produktions- oder Anwendungssituationen.
Reiselogistik auf Wunsch koordinieren
Auf Wunsch binden wir ein erfahrenes Partnerreisebüro für Flüge, Hotels und Transfers ein. Reiseleistungen werden separat angeboten und direkt mit dem jeweiligen Anbieter vereinbart. Wir koordinieren die Schnittstelle zum fachlichen Programm.
Tiefe braucht klare Grenzen.
Unternehmensnamen und Besuchsorte werden nach Passung und Verfügbarkeit geprüft.
Nicht öffentliche Bereiche erfordern eine ausdrückliche Freigabe des Gastgebers.
NDA, Foto- und Gerätebeschränkungen gelten nach den Regeln des jeweiligen Unternehmens.
Matchmaking eröffnet ein qualifiziertes Gespräch, garantiert aber keinen Geschäftsabschluss.
Vor Ihrer Entscheidung
15 Fragen und Antworten zum China Industry Deep Dive
Was bringen drei Tage Industrie-Scouting Ihrem Unternehmen? Hier finden Sie die vollständigen Antworten – vom fachlichen Mehrwert bis zur Planung und Zusammenarbeit nach der Reise.
Teil 1Was macht dieses Format anders?
01Wir können chinesische Unternehmen selbst kontaktieren. Wozu brauchen wir Sie?+
Wenn Sie bereits wissen, wen Sie treffen möchten, welche Fragen Sie besprechen wollen und wie Sie einen passenden technischen Austausch organisieren, ist ein direkter Besuch selbstverständlich sinnvoll.
China Industry Deep Dive bietet mehr als die Vereinbarung von Besuchsterminen. Die von Sino-Cooperation entwickelte Marke ist zugleich eine Plattform, die Macherinnen und Macher aus der deutschen und chinesischen Industrie miteinander verbindet. Unser Kernteam unter der Leitung von Wei Zhang und Yijun Yu arbeitet eng mit erfahrenen Branchenexperten und Beratern in Deutschland und China zusammen: Wir stellen das Netzwerk und die operative Infrastruktur in China bereit; unsere Partner bringen fundierte Branchenkenntnisse und das Vertrauen ihrer Kunden ein.
Wenn Sie wissen, welche Entscheidung Sie vorbereiten müssen, aber noch nicht, welche Standorte und Gesprächspartner dafür relevant sind, entwickeln wir aus Ihren strategischen Anforderungen ein gezieltes Programm. Wir wählen geeignete Unternehmen aus, organisieren den fachlichen Austausch und verfolgen aussichtsreiche Kooperationsansätze auch nach der Reise weiter.
Unser Mehrwert liegt nicht in zusätzlichen Terminen, sondern darin, Branchenverständnis, Entscheiderdialog und Umsetzung vor Ort miteinander zu verbinden.
02Was unterscheidet einen Deep Dive von einer klassischen Delegationsreise oder Werksbesichtigung?+
Eine klassische Besichtigung folgt häufig der Präsentationslogik des Gastgebers: Unternehmensgeschichte, Produktausstellung, Rundgang und Gruppenfoto. Unser Ausgangspunkt ist die unternehmerische Frage, die Sie klären möchten.
Die Vorbereitung erfolgt auf beiden Seiten. Wir besprechen mit Ihnen den technischen Hintergrund, Ihre Geschäftsziele und die zentralen Fragen. Bereits vor der Abreise erhalten auch die gastgebenden Unternehmen ein ausführliches technisches Briefing. So stellen wir sicher, dass sie die Gesprächsschwerpunkte kennen und Ansprechpartner vorsehen, die fachlich und hinsichtlich ihrer Entscheidungsebene zu Ihren Anliegen passen.
Wenn Sie sich für flexible Fertigung interessieren, betrachten wir beispielsweise nicht nur die Zahl installierter Roboter. Wir fragen weiter:
Wie wird die Produktion angepasst, wenn Aufträge kleiner und Varianten zahlreicher werden?
Wie lange dauert ein Modellwechsel, und welche Schritte bleiben Handarbeit?
Wie reagiert das System auf Materialengpässe oder einen Anlagenausfall?
Welche Kennzahlen haben sich durch die Automatisierung verbessert, und welcher zusätzliche Wartungsaufwand ist entstanden?
Dieselbe Fabrik kann Schauplatz einer allgemeinen Besichtigung oder eines substanziellen Fachgesprächs sein. Den Unterschied machen die Vorbereitung beider Seiten, der fachliche Dialog vor Ort und die anschließende Weiterverfolgung.
03Reichen drei Tage wirklich aus?+
Um eine klar abgegrenzte Frage vertieft zu untersuchen: ja. Um alle Entscheidungen abschließend zu treffen: nein.
In drei Tagen können Sie die wichtigsten Akteure eines Industrieclusters kennenlernen, unterschiedliche technische oder unternehmerische Ansätze vergleichen und erkennen, mit welchen Unternehmen sich weitere Gespräche lohnen. Damit lässt sich die anschließende Recherche gezielter ausrichten.
Ein Deep Dive ersetzt jedoch weder ein Lieferantenaudit noch Langzeittests, eine Investitionsprüfung oder Vertragsverhandlungen.
Deshalb empfehlen wir nicht, in drei Tagen gleichzeitig den chinesischen Markt verstehen, Lieferanten auswählen, Beteiligungen prüfen und Vertriebskanäle aufbauen zu wollen.
Je konkreter das Ziel, desto höher der Nutzen. Statt eine ganze Branche auf einmal zu erfassen, sollten wir zunächst eine Frage beantworten, die Ihren nächsten Schritt tatsächlich beeinflusst.
04Wie vermeiden Sie, dass wir nur die Schokoladenseite der Unternehmen sehen?+
Rein vertriebsorientierte Besuche schließen wir ausdrücklich aus. Wir organisieren fachliche Gespräche auf Augenhöhe und Einblicke in die industrielle Praxis, statt Unternehmenspräsentationen ungeprüft als Ergebnis zu übernehmen.
Wir führen Sie in reale Fertigungsbereiche und in die Forschungs- und Entwicklungspraxis. Anhand tatsächlicher Prozesse, Betriebsdaten und industrieller Anwendungen diskutieren wir Technologiereife, Integrationsprobleme und Wirtschaftlichkeit. Zugängliche Bereiche und besprechbare Daten werden vorab mit den Gastgebern abgestimmt; ihre Vertraulichkeitsanforderungen werden eingehalten.
Zugleich ergänzen wir Unternehmensgespräche um die Perspektiven von Branchenverbänden, Investoren und Forschenden. Dabei unterscheiden wir:
Wie beschreibt ein Unternehmen seine eigenen Fähigkeiten?
Was lässt sich vor Ort tatsächlich beobachten?
Wie beurteilen andere Branchenakteure dieselbe Frage?
Wo fehlen weiterhin Daten oder zusätzliche Prüfungen?
Eine gelungene Robotervorführung zeigt, dass das System die Aufgabe unter den gezeigten Bedingungen bewältigt. Sie beweist noch nicht, dass es eine ganze Schicht zuverlässig durchläuft. Wir helfen Ihnen, solche Unterschiede zu erkennen – statt nur beeindruckende Vorführungen mitzunehmen.
05Warum betrachten Sie Industriecluster und nicht nur einige führende Unternehmen?+
Weil die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens teilweise aus seinem Umfeld entsteht – nicht allein aus der eigenen Fabrik oder Entwicklungsabteilung.
In Quanzhou können an Materialauswahl, Bemusterung und Produktion eines einzigen Produkts mehrere spezialisierte Unternehmen beteiligt sein. Wer nur die Marke am Ende dieser Kette betrachtet, versteht noch nicht, woher die Entwicklungsgeschwindigkeit kommt.
Auch die Iterationsfähigkeit eines Robotikunternehmens in Shenzhen lässt sich nur im Zusammenhang mit Komponentenversorgung, Engineering, Datenzugang und Anwendungspartnern beurteilen.
In Chongqing verändert sich die Automobilindustrie nicht nur bei den Fahrzeugherstellern, sondern ebenso in Gießereien, Werkstoffbetrieben, der mechanischen Bearbeitung und der Forschung.
Wir fragen deshalb: Welche Fähigkeiten besitzt das Unternehmen selbst, und welche erschließt es über sein industrielles Umfeld? Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn Sie den Wert einer Kooperation oder die Übertragbarkeit eines Ansatzes beurteilen möchten.
Teil 2Was hat das mit unserem Unternehmen zu tun?
06Wir sind ein klassischer Fertigungsbetrieb und entwickeln weder Roboter noch KI. Ist das Format trotzdem relevant?+
Das hängt von Ihrer Fragestellung ab – nicht davon, ob Ihr Unternehmen zu einer gerade besonders beachteten Technologiebranche gehört.
Wenn Sie kleinere Losgrößen, Personalkosten, Lieferdruck, neue Materialien oder die Erschließung neuer Märkte beschäftigen, können Erfahrungen etablierter Fertigungsunternehmen aufschlussreicher sein als eine spektakuläre Technologiedemonstration.
Die Quanzhou-Route untersucht beispielsweise, wie bestehende Fabriken Material, Personal, Anlagen und Daten organisieren und wie Materialentwicklung in konkrete Produkte einfließt.
In Chongqing lässt sich beobachten, welche Kompetenzen in Bearbeitung, Guss und Fertigung beim Übergang zu neuen Fahrzeugtechnologien ihren Wert behalten – und welche ergänzt werden müssen.
Sie müssen kein Technologieunternehmen sein, um zu untersuchen, wie Technologie Ihr Geschäft verändert.
07Shenzhen, Quanzhou oder Chongqing – wie wählen wir die passende Route?+
Zuerst kommt die Frage, dann die Stadt.
Shenzhen: Robotik und Embodied AI
Für Unternehmen, die Robotiklieferketten, Schlüsselkomponenten, Wahrnehmungs- und Handhabungsfähigkeiten sowie die Voraussetzungen kommerzieller Anwendungen verstehen möchten.
Entscheidend ist nicht, welche Bewegungen ein Roboter vorführen kann, sondern unter welchen Bedingungen er zuverlässig arbeitet.
Quanzhou: Textilien und Schuhe, flexible Fertigung und Materialinnovation
Für Unternehmen mit Fragen zu Produktionsorganisation, automatisierter Intralogistik, Funktionsmaterialien, Produktentwicklung und den Lieferketten von Markenunternehmen.
Im Mittelpunkt steht, wie ein gewachsenes Fertigungscluster effizienter produziert, Entwicklungszeiten verkürzt und zusätzliche Wertschöpfung erzielt.
Chongqing: Automotive, fortschrittliche Fertigung und Leichtbau
Für Unternehmen, die sich mit der Fertigung von Fahrzeugen mit neuen Antrieben, Fabrikdigitalisierung, Gießereitechnik, Aluminium- und Magnesiumwerkstoffen oder der Weiterentwicklung bestehender Fertigungskompetenzen beschäftigen.
Hier geht es darum, wie Veränderungen am Produkt neue Anforderungen an Werkstoffe, Prozesse, Anlagen und Lieferketten auslösen.
Wenn Ihre Fragestellung mehrere Regionen betrifft, können wir eine kombinierte Route besprechen. Zusätzliche Städte sollten jedoch einen fachlichen Mehrwert bringen – nicht lediglich den Reiseplan verlängern.
08Ist das eine Lernreise, eine Beschaffungsreise oder Geschäftsanbahnung?+
Das Format kann unterschiedliche Ziele unterstützen. Die Priorität muss jedoch vor der Reise feststehen.
Wer technologische Entwicklungen verstehen möchte, benötigt andere Gesprächspartner und Vorbereitungen als ein Unternehmen, das Lieferanten auswählen will. Auch die Suche nach chinesischen Kunden unterscheidet sich von der Suche nach Partnern für den europäischen Markt.
Zum Beispiel:
Technologieverständnis: Unterschiedliche Lösungen und ihre Einsatzbedingungen vergleichen.
Beschaffung: Qualitätssysteme, Kapazitäten, Lieferfähigkeit und Validierungsanforderungen untersuchen.
Gemeinsame Entwicklung: Technische Schnittstellen, Beiträge beider Seiten und Testbedingungen klären.
Markteintritt: Tatsächliche Anwendungsbedarfe und Kaufentscheidungsprozesse verstehen.
Wir schließen einseitige Verkaufspräsentationen der Gastgeber aus, nicht aber konkrete geschäftliche Ziele. Beschaffung, gemeinsame Entwicklung und Markteintritt sollen auf einer fachlichen Bewertung auf Augenhöhe beruhen. Wir stellen allgemeine Gespräche nicht als Geschäftserfolg dar, sondern verbinden Sie entlang Ihrer vereinbarten Ziele mit passenden Partnern und verfolgen die nächsten Schritte weiter.
09Auf welcher Ebene finden die Gespräche statt?+
Fachliche Passung und Entscheidungskompetenz sind gleichermaßen wichtig.
Wir stellen sicher, dass Ihnen Geschäftsverantwortliche oder Mitglieder der Unternehmensführung mit technischem Hintergrund gegenübersitzen. Sie sollen substanzielle Gespräche über Technologie, Lieferketten und strategische Kooperationen führen können – nicht lediglich eine Produkt- oder Showroom-Präsentation erhalten.
Je nach Thema werden auch Verantwortliche aus Produktion, Qualität, Entwicklung und Prüfung einbezogen. Für Prozessstabilität braucht es Menschen, die den Betrieb kennen. Für gemeinsame Entwicklung und Ressourceneinsatz braucht es zusätzlich Ansprechpartner, die Entscheidungen vorantreiben können.
Durch die fachliche Vorbereitung beider Seiten stimmen wir Ihre Fragen auf Funktionen, Expertise und Entscheidungsebenen der Gastgeber ab. Die konkreten Personen werden bei der Programmabstimmung bestätigt. Der Anspruch an fachliche Tiefe und Entscheiderdialog bleibt bestehen.
10Sind alle Unternehmen in den Beispielrouten bereits als Gastgeber bestätigt?+
Nein. Die genannten Unternehmen und Einrichtungen veranschaulichen zunächst die industriellen Bereiche und technischen Fragen einer möglichen Route. Ihre Nennung ist keine bestätigte Besuchszusage.
Konkrete Gastgeber, zugängliche Bereiche und Gesprächspartner werden anhand des Delegationsprofils, des Besuchszwecks, des Zeitraums und der Empfangsmöglichkeiten abgestimmt.
Falls eine Station nicht realisierbar ist, sollte eine Alternative möglichst dasselbe Erkenntnisziel erfüllen. Geht es beispielsweise um intelligente Intralogistik, ist ein Standort mit vergleichbaren Produktionsbedingungen und Systemfragen sinnvoller als ein beliebiges bekanntes Unternehmen.
Im bestätigten Programm sollten Zweck, Gesprächsformat und bekannte Einschränkungen jeder Station klar erkennbar sein.
11Werden das geschlossene Fachsymposium und die Einzelgespräche am dritten Tag nicht doch nur zum Visitenkartentausch?+
Geschlossene Fachsymposien und vertiefende Einzelgespräche sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Ansatzes, industrielle Einblicke mit konkreter Zusammenarbeit zu verbinden. Sie sind keine Networking-Termine zum Auffüllen des Programms.
Ausgehend von den Anforderungen beider Seiten wählen wir potenzielle Partner gezielt aus und bringen sie an einen Tisch. Dabei zählen nicht nur Unternehmensnamen, sondern technische Kompetenzen, Anwendungsprobleme und tatsächliches Kooperationsinteresse.
Ein Beispiel: Ein deutsches Unternehmen bietet Greiftechnik für biegeschlaffe Materialien an. Ein chinesischer Hersteller hat Schwierigkeiten, einen bestimmten Stoff zuverlässig zuzuführen. Daraus ergeben sich konkrete Gesprächspunkte:
Welche Eigenschaften haben Material und Werkstück?
Wie wird die Aufgabe bisher gelöst?
Welche Taktzeit und Qualität müssen erreicht werden?
Gibt es Muster und geeignete Testbedingungen?
Wer übernimmt die nächste technische Abstimmung?
Wir beziehen außerdem Perspektiven von Branchenverbänden, Investoren und Forschenden ein, damit aus einzelnen Besuchen ein zusammenhängender Branchendialog entsteht.
Die konkreten Teilnehmer und Termine werden vorab koordiniert und bestätigt. Ziel sind nicht möglichst viele Visitenkarten, sondern technische und geschäftliche Ansätze, die sich weiterverfolgen lassen.
12Gibt es konkrete Beispiele dafür, wie dieser Ansatz funktioniert?+
Ja. Zwei Fälle zeigen unterschiedliche Aufgabenstellungen.
Im Ningbo-Fall ging es um die Passung zwischen Technologie und Anwendung. Fünf europäische Technologieunternehmen diskutierten ihre Kompetenzen in der Bandstahl- und Präzisionsverarbeitung mit relevanten chinesischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Werksbesuche ergänzten die Gespräche über konkrete Prozessfragen. Im Mittelpunkt stand nicht die allgemeine Präsentation europäischer Technologie, sondern die Suche nach Anwendungen, in denen sie einen Beitrag leisten kann. Ningbo-Praxisbericht als PDF anfordern
Bei der Digitalisierungsreise in der Greater Bay Area stand der Vergleich unterschiedlicher Umsetzungswege im Vordergrund. Eine siebentägige Route verband Fertigungsunternehmen, Plattformen und Technologieanbieter entlang der Fragestellungen eines deutschen Digitalisierungsexperten. Untersucht wurde, wie Digitalisierung und KI in tatsächliche Betriebs- und Produktionsabläufe gelangen. Zum Digitalisierungsfall
Diese Beispiele zeigen unsere Arbeitsweise. Sie bedeuten nicht, dass eine künftige Reise dieselben Gesprächspartner oder Ergebnisse haben wird.
Teil 3Was sollten Sie vor einer Teilnahme klären?
13Ich spreche kein Chinesisch und war noch nie in China. Erschwert das die Teilnahme?+
Sie müssen kein China-Experte sein. Wichtig sind Ihre eigene Geschäftserfahrung und die Fragen, die Sie mitbringen.
Vielleicht kennen Sie die lokale Arbeitsteilung noch nicht, dafür aber die Lieferprobleme Ihres eigenen Werks. Vielleicht sind Ihnen chinesische Anbieter unbekannt, aber Sie wissen genau, welche Qualitätsanforderungen Ihr Produkt erfüllen muss. Das sind gute Ausgangspunkte.
Arbeitssprache und Dolmetschleistungen werden bei der Programmplanung geklärt. Für Fachgespräche sollten außerdem Produktinformationen, technische Begriffe und zentrale Fragen vorbereitet werden.
Technische Verständigung bedeutet mehr als die korrekte Übersetzung eines Satzes. Beide Seiten müssen sicher sein, dass sie über dasselbe Material, dieselben Betriebsbedingungen und dieselben Bewertungskriterien sprechen.
14Endet Ihre Arbeit mit der Reise? Können Sie eine Zusammenarbeit garantieren?+
Nein. Der Handschlag ist erst der Anfang. Die weitere geschäftliche Entwicklung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Ansatzes.
Unser Team vor Ort unterstützt Sie dabei, technische und geschäftliche Gespräche fortzuführen, Kooperationsmöglichkeiten zu bewerten und aussichtsreiche Ansätze in konkrete nächste Schritte und die Umsetzung von Projekten zu überführen. Wir vermitteln nicht nur Kontakte, sondern helfen beiden Seiten kontinuierlich, Kommunikationshürden zu überwinden und Zusammenarbeit zu entwickeln.
Mit einem auf Sie zugeschnittenen monatlichen Executive Briefing verfolgen wir zudem die Entwicklungen in Ihren relevanten Branchensegmenten, neue Technologien und mögliche Kooperationen. So bleiben wir Ihre „Augen und Ohren“ in China. Die Erkenntnisse einer Reise sollen mit der Rückkehr nicht aufhören, sich weiterzuentwickeln.
Beschaffungs-, Investitions- und Kooperationsentscheidungen liegen bei den beteiligten Unternehmen. Wir garantieren deshalb keinen Geschäftsabschluss und setzen ein Treffen nicht mit einem kommerziellen Ergebnis gleich. Unsere Arbeit geht jedoch über das reine Verständnis hinaus: Wir helfen Ihnen, Erkenntnisse und Kontakte in konkrete Geschäftsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Die weiteren Aufgaben, Verantwortlichkeiten und thematischen Schwerpunkte des Briefings werden in der Projektplanung festgelegt.
15Wie werden Kosten, Gruppengröße und Reiseorganisation festgelegt? Was benötigen Sie für den Einstieg?+
Diese Punkte richten sich nach dem Projektumfang. Ein pauschales Paket sollte nicht feststehen, bevor Ihre Anforderungen geklärt sind.
Relevant sind Städte und Reisedauer, Gruppengröße, fachliche Tiefe, Dolmetschleistungen, Transport und Unterkunft sowie die konkrete Ausgestaltung der Fachsymposien, des Matchmakings und der anschließenden Unterstützung. Programm und Angebot benennen Leistungen, Verantwortlichkeiten sowie enthaltene und nicht enthaltene Kosten.
Für das erste Gespräch brauchen Sie noch keinen fertigen Reiseplan. Fünf Angaben reichen als Ausgangspunkt:
Ihr Unternehmen und Ihre Branche;
die voraussichtliche Teilnehmerzahl und die Funktionen der Teilnehmer;
die drei wichtigsten Fragen, die Sie klären möchten;
den gewünschten Zeitraum sowie bereits feststehende Städte oder Messetermine;
die Entscheidung oder Kooperation, die Sie nach Ihrer Rückkehr vorantreiben möchten.
Als Branchenexperte, unabhängiger Berater, Verband, Industriecluster, Fachmedium oder Beratungsunternehmen können Sie auch gemeinsam mit uns ein Projekt initiieren. Sie bringen Branchenkenntnisse, Kundenvertrauen und Teilnehmer ein; wir übernehmen Planung, Netzwerkkoordination und Umsetzung in China. Gemeinsam entwickeln wir aus einer Reise einen dauerhaften Mehrwert für Ihre Kunden.
Unsere erste Frage ist nicht, wie viele Unternehmen in einen Tag passen. Sie lautet: Welche Einblicke, Gespräche und anschließenden Arbeitsschritte bringen Ihr Unternehmen tatsächlich weiter?
Ihre Ansprechpartner.
Das erste Scoping ist ein persönliches Fachgespräch, keine anonyme Buchungsstrecke.